Heute besuchen wir Fort Masmak.
Der Fahrer vergisst uns abzuholen, Inshallah… dann geht es eben erst später los.
Es ist eigentlich nicht sehr weit, aber hier müssen oft viele Strecken gefahren werden, bis es eine Abzweigung- und Umkehrmöglichkeit kommt. Aber so sieht man ein bisschen mehr von der Stadt. Das Fort liegt in einem eher älteren Stadtteil von Riad, hier sieht man zwar auch neue Häuser, aber noch keine Hochhäuser. An einer Strassenseite ist alles neu bebaut, ein wenig sieht es nach traditionellem Stil aus, besonders farblich.
Sofort dahinter befindet sich ein riesiges Areal mit alten Lehmbauten, die allesamt offenbar abgerissen werde, um dort Neubauten zu errichten. Es ist unglaublich, in welcher Geschwindigkeit sich diese Stadt weiterentwickelt. Das kann man besonders gut nachvollziehen, wenn man erst einmal die alten Fotos im Fort gesehen hat.
Das Wetter ist angenehm, gegen 10:30 sind wir da. Es sind 23 Grad und es weht ein leichter Wind.
Gleich nach uns kommen auch Schulkinder ins Museum, wie auch in Deutschland laufen sie dann mit ihren Zetteln herum, die sie für den Unterricht ausfüllen müssen.
Es gibt einige Exponate, viele Fotos vor allem wunderschöne Türen zu sehen. Natürlich sind die bisherigen Herrscher textlich und bildlich vertreten. Alles ist in arabisch und englisch beschriftet.
Erbaut wurde Fort Masmaq 1856 vom arabischen Stamm Ibn Saud, und es spielte eine Rolle bei der Gründung des Staates Saudi-Arabien. Es wurde auf einem Steinfundament errichtet, auf das die Mauern aus lehmverputzten Lehmziegeln gesetzt wurden.
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| …in einem der kleinen Innenhöfe |
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| 1960 |
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| 1951 |
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| 1950 |
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| Winston Churchill und King Abdul-Aziz in Ägypten(2/1945) |
Jetzt so eine gemütliches Plätzchen! Das wäre schön !! Und dazu einen arabischen Kaffee mit ein paar Datteln. Aber ein Museumscafé ist leider (noch?) nicht eingerichtet.
Einen anderen Suq mit Lebensmittel sie Gemüse oder Fleisch finden wir nirgendwo in der Umgebung.
Auf der kleinen Geschäftsstraße neben dem Fort treffen wir auf junge Leute, die herumschlendern. Keiner trägt eine Abaja, sie sind alle völlig normal gekleidet, so wie sie auch zu Hause herum laufen.
Einer von ihnen spricht uns auf deutsch an. Sie alle sind auf der Suche nach Souvenirs, weil sie in Kürze das Land wieder verlassen. Sie gehören zur Ballettgruppe des Nationaltheaters von Aserbaidschan und heute am Abend geben sie noch eine letzte Vorstellung.
Den gesuchten Souvenirshop hatten wir auch noch nicht gefunden. Allerdings entdecken wir 5 Minuten später 3 kleine Läden mit entsprechenden Angeboten. Einige Sachen waren für uns interessant. Gut gefallen haben uns die Nikabs, die offenbar ähnlich bei irgendeinem, uns nicht bekannten Wüstenstamm getragen werden.
Wir treffen die jungen Leute später erneut und sofort machen sie an ihrem Tisch Platz, damit wir uns dazu setzen können, um mit Blick auf das Fort einen Kaffee zu genießen.
Es sei das erste mal, dass in Saudi-Arabien überhaupt eine Ballettgruppe auftrittt, und sie hätten im Schnitt um die 800 Zuschauer gehabt. Applaus habe es reichlich gegeben. Leider waren wir schon anderweitig verplant, wir wären sonst gerne heute Abend hingegangen.
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| Abschied vom Fort |








































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