Mittwoch, 6. April 2022

Saudisches Fernsehen und Saudische Küche

Die Zeit rast. Es ist bereits Mittwoch, der 6.4. In 3 Tagen geht's bereits ans Kofferpacken.

Zum Katzengucken habe ich heute keine Lust. Also beschliesse ich, mir mal das Fernsehprogramm anzusehen und bleibe an 2 Sendern hängen. 

Es soll sehr viele Sender geben, aber die meisten sind offenbar verschlüsselt. Jedenfalls kann ich damit nichts anfangen. Im Übrigen kann man hier auch Netflix sehen und Apple TV. Mehr habe ich in der Kürze meiner Zeit hier noch nicht mitbekommen. 

In einem Programm werden Serien gezeigt, bei denen es offenbar um irgendwelche Intrigen und ein Beziehungsgeflecht zwischen Männern und einer Frau geht. Natürlich geht es sehr gesittet zu, ein Bollywood- Streifen hat hier natürlich keine Chance. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube , dass diese Serie von einem Sender aus Abu Dhabi ausgestrahlt wurde. 

Der andere Sender könnte ein saudischer gewesen sein, aber nur selten gab es englische Untertitel und vor allem gab es kein für mich lesbares Senderlogo. Egal, ich blieb jedenfalls bei diesem  Infosender hängen. 

Hier wurden lange Passagen aus Mekka und vielleicht auch Medina gezeigt. Menschen werden interviewt und zwischendurch erzählt ein Sprecher etwas.

In Abschnitten von etwa einer halben Stunde kommen kurze Nachrichten, vorwiegend aus der saudischen Welt, insbesondere immer auch etwas aus dem Herrscherhaus. Dem Gefühl und meiner Erinnerung nach nahmen diese Art Nachrichten insgesamt kaum 5 Minuten ein. Ich hätte gerne ein bisschen verstanden, aber so musste ich mir halt etwas zusammenreimen.




Er (oben) berichtet von den religiösen Ereignissen während des derzeitigen Ramadan aus Mekka (2. Bild weiter unten) . Ob er auch Bilder aus der anderen Heiligen Stadt - Medina- zeigt, kann ich leider nicht beurteilen. 












Reihum lassen sich Menschen interviewen.  Frauen,  Kinder, Männer, alle kommen zu Wort. Nur einen sehr aufdringlich drängelnden jungen Mann übergeht der Moderator mit konsequentem Ignorieren. Viele Leute möchten einfach nur zuhören. Das ist in anderen Ländern auch nicht anders. Auch bei uns wird gelegentlich in die Kamera gewunken, in der Hoffnung, dass zu Hause einer gerade zuschaut.

Es folgen die Mininachrichten, um sich dann umgehend wieder den aktuellen Themen des Ramadan zuzuwenden und dem, was die Menschen gerade bewegt.





               Auf dem unteren Bild sieht man eindeutig Riad, oben bin ich mir nicht absolut sicher.








Genug TV für heute. Ich mache jetzt mein eigenes Programm auf dem Dach und suche gegen Abend erneut nach dem Mond. Schön ist er, aber arg weit weg für mein Smartphone...






Heute gehen wir aus! Dieses Mal soll es ein Lokal sein, das nicht nur die  Saudische Küche,  sondern  auch den Stil des ursprünglichen Saudi Arabien repräsentieren soll.  Da wir für hiesige Verhältnisse sehr früh gehen, ist es dort noch entsprechend leer.







Wir 2 werden in eine Art Seitennische geführt, die rundum mit Stoff abgehängt ist. Den "Eingang" könnte man ebenfalls mit einem Tuchvorhang verschliessen. Ich glaube, so etwas nennt sich Familienabteil... oder so.
Vor dem Betreten zieht man die Schuhe aus. Der Raum ist mit Teppich ausgelegt, rundum liegen flache Sitzkissen, und an den Wänden befinden sich ebenfalls Kissen. Alles ist mehr oder weniger ebenerdig.
Der Kellner kommt herein gehuscht. 
Die Bestellungen laufen hier in den Lokalen offenbar alle über das Smartphone. Handyverweigerer kommen nicht weit. 
Man scannt die Karte, sucht aus, bestellt, und der Kellner huscht wieder davon. Kurze Zeit später breitet er ein Plastiktuch auf dem Teppich aus und verteilt die vielen Schüsselchen (mit Deckeln), Teller und das Besteck.  Wobei man wahlweise natürlich auch mit den Fingern der rechten Hand essen kann. Wie es eben beliebt. 
Beim nächsten Husch bringt er die bestellten Getränke, und bevor ich ihn wirklich habe wahrnehmen können, ist er auch schon ganz verschwunden. 
Wir heben die Deckelchen von den Schüsselchen und entfernen die Alufolien von den Köstlichkeiten auf den Tellern, und schon kann es losgehen. Ich kann leider nicht mehr wiedergeben, was wir da bestellt hatten. Einen Einblick in die arabische Küche hat man bei uns in Deutschland ja schon lange, falls man dort einen dieser zahlreichen Imbisse oder ein Restaurant je aufgesucht hat. Natürlich ist es trotzdem auch ganz anders.
Ich kann aber sagen, dass alles sehr gut geschmeckt hat und kaum zu schaffen war. 
Besonders die Fleischgerichte schmecken mir hier sehr gut. Wie in dem ersten Restaurant, das wir am Anfang meines Aufenthaltes aufgesucht hatten, ist das Fleisch auch hier butterzart und wird mit köstlicher Soße serviert.








Bezahlt wird bei Rausgehen an der Kasse. Aber vorher mache ich noch einen kurzen Rundgang durch das gesamte Lokal.
Die kleinen Räume liegen an einer Längsseite des zum Himmel offenen großen Hofs, in dem auch ein paar Bäume wachsen.  An den anderen Wänden befinden sich grössere Sitzecken ohne Vorhänge.
In einer Ecke gibt es 2 sehr intim wirkende Räume, die mit echter Tür verschliessbar sind und in die man nur einen kleinen Einblick durch das Fenster bekommt.













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